Cushing beim Pferd Ursachen Symthome Was kann ich tun?

Erhält ein/e Pferdebesitzer/in vom Tierarzt die Diagnose Cushing, dann ist das zunächst ein Schock. Das Equine Cushing

Syndrom (ECS) oder auch PPID (Pituitary pars intermedia dysfunction) gilt schließlich als unheilbare Krankheit.

Dieser Artikel soll erklären um was es sich handelt, wie man es erkennt und vor allem, was getan werden kann, um dieser

Krankheit, möglichst mit natürlichen Mitteln, zu begegnen.

Inhaltsverzeichnis

1.

Worum geht es?

2.

Symptome - Wie erkenne ich Cushing (ECS)

3.

Ursachen - Was passiert im Körper?

4.

Was kann man tun?

5.

Wiederherstellung des natürlichen Ablaufs

6.

Fragen - Antworten - Fazit

Worum geht es?

Die Bezeichnung PPID (Pituitary pars intermedia dysfunction) deutet auf den betroffenen Bereich, eine Störung in der

Hirnanhangdrüse. Diese wirkt sich so aus, dass die Nierennebenrinde durch das Hormon ACTH ständig angeregt wird

,Cortisol zu erzeugen.

Dies ist ein normaler und ganz wichtiger Vorgang, der z.B. durch Stress

bei einem Fluchtreflex ausgelöst wird. Die erhöhte Cortisol Ausschüttung

führt zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels und mobilisiert

Energiereserven. Im Normalfall reguliert die erhöhte Cortisol Menge die

ACTH-Ausschüttung (ACTH = adrenokortikotrope Hormon) und es stellt

sich ein Gleichgewicht ein.

Im Falle von Cushing funktioniert diese Regulierung nicht. Das Pferd be-

findet sich im Dauerstress, der die Wirkung des Immunsystem deutlich

reduziert. Cushing selbst ist nicht lebensbedrohlich, jedoch die

Krankheiten, die durch die Schwächung der Immunabwehr entstehen,

können es sein.

Symptome – Wie erkenne ich Cushing?

Das Equine Cushing Syndrom tritt vor allem bei Pferden ab einem Lebensalter von 12 bis 15 Jahren auf. Es ist ein schlei-

chender Prozess und häufig zu Beginn unerkannt. Deshalb sehr aufmerksam sein, wenn der Fellwechsel untypisch verläuft.

ECS macht sich bemerkbar durch:

Störungen des Fellwechsels, verspätet, länger anhaltend, ganzjährig langes, lockiges Fell

(Hirsutismus)

Schwitzen ohne Belastung

Fettdepots über der Augenhöhle,

Wasseraufnahme mit vermehrtem Harnabsatz

Sehstörungen, vermehrte Bildung von Tränenflüssigkeit

Abmagerung und Muskelschwund

Abgeschlagenheit

Gestörte Immunabwehr

Bindegewebsschwäche

Viele der betroffenen Pferde erleben eine Fettumverteilung, so dass sich Fettpolster an Mähnenkamm, Kruppe und in der

Lendengegend bilden. In späteren Stadien magern sie dann meist ex-

trem ab, verlieren an Muskelmasse und leiden an Osteoporose und

Bindegewebsschwäche. In der Folge kann daraus Hufrehe entstehen,

was bei 70% der Pferde mit Hormonstörungen der Fall ist.

Treten mehrere der beschriebenen Symptome auf, sollte ein Bluttest

gemacht werden. Dies kann durch einen/eine Tierärzt/in oder

Heilpraktiker/in erfolgen. Mittels einer Blutanalyse wird der ACTH-Wert

ermittelt. Die Messung gibt einen Anhalt, denn der Wert schwankt im

Tages- und Jahresverlauf. Auch hat Stress, wie beschrieben, eine

enorme Auswirkung auf den Wert. Die nachstehende Tabelle zeigt die

möglichen Schwankungsbreiten.

Hinweis: der Wert kann in zwei Maßeinheiten angegeben werden: pg/ml oder pmol/l. Die Umrechnung ist einfach: (pg/ml)

x 0,2202 = (pmol/l), oder pmol/l / 0,2202 = (pg/ml).

Gehandelt werden sollte schon im Verdachtsfall, denn je früher der natürliche Ablauf unterstützt wird, desto höher sind

die Erfolgschancen. Um besser zu verstehen, was getan werden muss, werfen wir einen Blick in den Körper.

Ursachen – Was passiert im Körper?

Die Ursache für diese Veränderungen ist, wie eingangs erwähnt, ein zu hoher Cortisol-Wert im Blut. Cortisol wird in der

Nebennierenrinde gebildet, angeregt durch das Hormon ACTH. Dieses wird über die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) in den

Blutkreislauf gegeben. Gesteuert wird der Vorgang durch den Hypothalamus, der direkt über der Hirnanhangdrüse liegt.

Um das Hormon ACTH auszuschütten gibt der Hypothalamus das CRH

(Corticotropin-Releasing-Hormon) frei. Dadurch erhöht sich die Cortisol-

Produktion in der Nebennierenrinde. Damit sie nicht unkontrolliert

wächst, hat sich die Natur einen Regelkreis ausgedacht. Der Cortisol-

Spiegel wird an den Hypothalamus und an die Hirnanhangdrüse zu-

rückge-meldet (HPA-Achse oder HHN-Achse, Hypothalamus-Hypophysen-

Nebennierenrinden-Achse).

Zuviel Cortisol bewirkt bei gesunden Pferden eine Dämpfung der ACTH-

Ausschüttung. Dazu wird der Neurotransmitter Dopamin benötigt. Fehlt

er oder kann er nur unzureichend gebildet werden, wird ungehemmt

Cortisol produziert und führt so zu den oben beschriebenen

Auswirkungen.

Nun könnte man ja auf den Gedanken kommen dem Pferd Dopamin zu

geben. Aber so einfach ist das nicht, denn Dopamin kann nicht in das Gehirn gelangen. Das verhindert die Blut-Hirn-

Schranke. Das Gehirn ist ein geschützter Raum. Die Adern, die das Gehirn mit Blut versorgen, sind besonders ausgebildet

und lassen nur wenige Stoffe durch.

Was kann man tun?

Vor allem keine Panik! Es gibt Methoden, mit denen man die Erkrankung positiv beeinflussen kann. Einen wichtigen

Hinweis gibt die wissenschaftliche Beobachtung, dass Cushing bei Pferden, die in freier Wildbahn leben, so gut wie nicht

auftritt. Das legt den Schluss nahe, dass es etwas mit der modernen Haltungsform und dem verfügbaren Futter zu tun hat.

Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass der Körper sämtliche Hormone, Enzyme, Aminosäuren etc., die er

zur Regelung seiner Körperfunktionen benötigt, über hunderte von Millionen Jahren gelernt hat, aus der verfügbaren

Nahrung zu resorbieren (aus dem Futter auslösen). Fehlen diese Grundstoffe, die in den verschiedenen Kräutern und

Pflanzen enthalten sind, läuft etwas schief. Im nächsten Abschnitt werden wir uns näher damit befassen, wie diese

Dämpfung der ACTH-Ausschüttung genau funktioniert und welche Grundstoffe dazu nötig sind, um den natürlichen

Regelkreis wieder zu aktivieren.

Wiederherstellung des natürlichen Ablaufs

Dopamin wird im Körper gebildet. Der Ursprung ist Tyrosin, eine Aminosäure, die in verschiedenen Pflanzen vorhanden ist

und mit dem Futter aufgenommen wird. Tyrosin kann die Blut-Hirnschranke überwinden. Im Gehirn wird es zu Dopamin

gewandelt und für den Bedarfsfall gespeichert. Dopamin ist im Körper auch die Vorstufe von Noradrenalin und Adrenalin,

insofern ein äußerst wichtiger Baustein.

Wird dem Gehirn ein zu hoher Cortisol-Wert gemeldet, so gibt es

Dopamin frei. Dies setzt sich auf die ACTH-Rezeptoren im synaptischen

Spalt und blockiert diese. Damit wird die ACTH-Ausschüttung

gedämpft.

Man kann das mit einem Wasserhahn vergleichen, der allerdings im

Normalfall voll geöffnet ist. Kommt die Meldung

„zu

viel Cortisol“, wird er zugedreht, bis sich ein

Gleichgewicht einstellt. Das Zudrehen über-

nimmt das Dopamin.

Mit diesem, von der Natur fein eingerichteten Mechanismus, kann sich der Organismus auf sich än-

dernde Bedingungen einstellen, also auch auf die jahreszeitlichen Unterschiede.

Die Ursachen für einen Mangel an Dopamin können durchaus ein Mangel an Tyrosin im Futter oder das feh-

lende

Vermögen diese Aminosäure aus dem Futter zu resorbieren (aus dem Futter auslösen) sein. Letzteres wird unterstützt

durch die Beobachtung, dass Cushing in überwiegender Häufigkeit bei älteren Pferden (ab 12 – 15 Jahre) auftritt, denn mit

zunehmendem Alter geht diese Resorptionsfähigkeit zum Teil verloren. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass

der Magen-Darmtrakt intakt ist, denn das unterstützt die Resorpionsfähigkeit.

Die Firma Terranur hat das Produkt Endogen-Fit® C-Control entwickelt, dass genau auf diesen Mechanismus zielt. Es ent-

hält, neben verschiedenen Kräutern und Vitaminen, den fehlenden Grundstoff in Reinform. Er gelangt deshalb ohne

Resorption über den Darm direkt ins Blut und wird im Gehirn zu Dopamin umgewandelt. Damit wird der natürliche

Regelkreis unterstützt und der Cortisol-Spiegel kann im Gleichgewicht gehalten werden. Für weitere Informationen und

Anwendungsbeispiele besuchen Sie gerne die Webseite von Terranur.

Fragen - Antworten - Fazit Kann geeignetes Futter helfen?

Ja, durchaus. Gerade in der Phase mit noch hohem ACTH-Wert sollte auf zucker- und stärkearmes Futter geachtet werden.

Auch bei Gras und Heu vorsichtig sein, denn es enthält Fruktan, dass auch den Zuckerhaushalt beeinflusst. Durch den er-

höhten Cortisol-Spiegel ist der Blutzuckergehalt, wie schon ausgeführt, ohnehin deutlich erhöht. Es gibt verschiedene

Hersteller am Markt, die spezielle Mischungen, z.B. Seniorenfutter, anbieten. Das Problem der eingeschränkten

Resorptionsfähigkeit wird dadurch jedoch nicht gelöst.

Was genau ist in Endogen-Fit® C-Control enthalten? L-Tyrosin

Es ist der absolut notwendige Grundstoff, damit der Körper Dopamin erzeugen kann. In der reinen Form gelangt er direkt

über den Darm in die Blutbahn. Also ohne Resorption aus den Futterbestandteilen, die u.U. gestört sein kann.

Apfelessig

Er ist nicht nur gut für den Magen, sondern ihm wird nachgesagt, dass er Blutzuckerzitzen abbauen kann. Gerade im

Stadium des akuten Cushings ist der Blutzuckerspiegel viel zu hoch. Apfelessig kann hier unterstützen.

Hagebutte

Sie hat zahlreiche, wissenschaftlich belegte Wirkungen im Bereich von Arthrose und Schmerzlinderung. In diesem Fall wird

sie aufgrund ihres außergewöhnlich hohen Vitamin C – Anteils verwendet. Dieser wirkt als Co-Faktor um den

Umwandlungsprozess zu Dopamin zu unterstützen.

Kieselgur

Es besteht zum größten Teil aus Siliciumdioxid und hat damit enorm positive Wirkungen auf viele Bereiche des Körpers. Im

Falle von Cushing sind insbesondere die positiven Einflüsse auf das Bindegewebe, sowie das Immunsystem von Relevanz.

Xantan

Xanthan ist für Bio-Lebensmittel zugelassen. Es wird als Verdickungsmittel eingesetzt, damit sich die verschiedenen

Inhaltsstoffe besser vermischt halten. So kann auf synthetische Emulgatoren verzichtet werden.

Sind Nebenwirkungen durch C-Control bekannt?

Nebenwirkungen sind nicht bekannt und auch nicht zu erwarten. Dopamin selbst wird im Körper, wenn es nicht in den

Vesikeln gespeichert wird, relativ schnell abgebaut. Deshalb ist auch die Dosierung sehr unproblematisch.

Mein Tierarzt hat mir Prascend® empfohlen.

Prascend® ist wohl das bekannteste Medikament, das im Zusammenhang mit Cushing verordnet wird. Ob es in jedem Fall

erforderlich ist, kann bezweifelt werden. Nur die allerwenigsten Pferde haben tatsächlich einen Tumor im Kopf. Es enthält

als wesentlichen Bestandteil Pergolid. Dieser wirkt als Dopamin-Agonist, d.h. er tut so als wäre er Dopamin. Auch er blo-

ckiert die Rezeptoren im synaptischen Spalt, je nach Höhe der Dosierung eine mehr oder weniger große Anzahl, als festen

Wert. Um bei dem Bild des Wasserhahns zu bleiben, dieser wird auf eine feste Einstellung gedreht. Wichtig bei dieser

Behandlung ist, dass die Dosis stetig justiert werden muss, denn über die Zeit ändert sich der Bedarf. Eine ständige

Kontrolle der Blutwerte ist unerlässlich. Liegt tatsächlich ein Tumor vor, ist dieses Medikament allerdings unerlässlich.

Sprechen Sie mit ihrem/er Tierarzt/ärztin über die beschriebenen alternativen Möglichkeiten.

Gibt es Nebenwirkungen durch das Medikament Prascend®

Es werden zum Teil über erhebliche Nebenwirkungen berichtet. Wichtige Hinweise gibt die Packungsbeilage. Prascend®

enthält den Wirkstoff Pergolid. Dieser wurde bis 2011 beim Menschen zur Behandlung von Parkinson eingesetzt, musste

aber aufgrund der sehr hohen Nebenwirkungen vom Markt genommen werden.

Wie lange muss ich die Ergänzungsmittel oder Medikamente geben?

Bei sämtlichen Verfahren müssen die Mittel lebenslang gegeben werden.

Gibt es weitere unterstützende Maßnahmen?

Ja, absolut. Auf zwei ist besonders hinzuweisen.

Bewegung

Wie schon erwähnt ist Cushing bei Pferden in der freien Natur noch nicht beobachtet worden. Da gibt es sicher einen

Zusammenhang mit dem verfügbaren Futter, insbesondere den Kräutern, aber um sie zu finden, müssen die Pferde 20 – 30

km täglich laufen. Viel Bewegung unterstützt die Gesundung erheblich.

Darm

Der Darm ist das entscheidende Organ um die lebenswichtigen Stoffe aus der Nahrung in den Blutkreislauf zu überführen.

Ihm sollte deshalb größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Endogen-Fit Basis® und –Kur unterstützen hier besonders.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Terranur.

Wann kann ich mit einer Besserung rechnen?

Egal bei welchem Verfahren, Änderungsprozesse im Körper verlaufen langsam. Man rechnet mit 6 – 8 Wochen bevor man

Veränderungen sieht.

Fazit

Auch wenn die Diagnose Cushing zunächst ein Schock ist, Panik ist unangebracht. Es gibt sehr gute Möglichkeiten, nicht

nur medikamentöse, sondern vor allem auch die beschriebenen naturheilkundlichen, dieser Erkrankung zu begegnen.

Allerdings sind schnelles und konsequentes Handeln unerlässlich. Je eher begonnen wird, desto höher sind die

Erfolgsaussichten.

Bildnachweise

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Cushing beim Pferd Ursachen Symptome Was kann ich tun?

Erhält ein/e Pferdebesitzer/in vom Tierarzt die Diagnose Cushing, dann ist das zunächst ein Schock. Das Equine Cushing Syndrom (ECS) oder auch PPID

(Pituitary pars intermedia dysfunction) gilt schließlich als unheilbare Krankheit.

Dieser Artikel soll erklären um was es sich handelt, wie man es erkennt und vor allem, was getan werden kann, um dieser Krankheit, möglichst mit natürli-

chen Mitteln, zu begegnen.

Inhaltsverzeichnis

1.

Worum geht es?

2.

Symptome - Wie erkenne ich Cushing (ECS)

3.

Ursachen - Was passiert im Körper?

4.

Was kann man tun?

5.

Wiederherstellung des natürlichen Ablaufs

6.

Fragen - Antworten - Fazit

Worum geht es?

Die Bezeichnung PPID (Pituitary pars intermedia dysfunction) deutet auf den betroffenen Bereich, eine

Störung in der Hirnanhangdrüse. Diese wirkt sich so aus, dass die Nierennebenrinde durch das Hormon

ACTH ständig angeregt wird ,Cortisol zu erzeugen.

Dies ist ein normaler und ganz wichtiger Vorgang, der z.B. durch Stress bei einem Fluchtreflex ausgelöst

wird. Die erhöhte Cortisol Ausschüttung führt zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels und mobilisiert

Energiereserven. Im Normalfall reguliert die erhöhte Cortisol Menge die ACTH-Ausschüttung (ACTH = adre-

nokortikotrope Hormon) und es stellt sich ein Gleichgewicht ein.

Im Falle von Cushing funktioniert diese Regulierung nicht. Das Pferd befindet sich im Dauerstress, der die

Wirkung des Immunsystem deutlich reduziert. Cushing selbst ist nicht lebensbedrohlich, jedoch die

Krankheiten, die durch die Schwächung der Immunabwehr entstehen, können es sein.

Symptome – Wie erkenne ich Cushing?

Das Equine Cushing Syndrom tritt vor allem bei Pferden ab einem Lebensalter von 12 bis 15 Jahren auf. Es ist ein schleichender Prozess und häufig zu Beginn

unerkannt. Deshalb sehr aufmerksam sein, wenn der Fellwechsel untypisch verläuft. ECS macht sich bemerkbar durch:

Störungen des Fellwechsels, verspätet, länger anhaltend, ganzjährig langes, lockiges Fell (Hirsutismus)

Schwitzen ohne Belastung

Fettdepots über der Augenhöhle,

Wasseraufnahme mit vermehrtem Harnabsatz

Sehstörungen, vermehrte Bildung von Tränenflüssigkeit

Abmagerung und Muskelschwund

Abgeschlagenheit

Gestörte Immunabwehr

Bindegewebsschwäche

Viele der betroffenen Pferde erleben eine Fettumverteilung, so dass

sich Fettpolster an Mähnenkamm, Kruppe und in der Lendengegend bil-

den. In späteren Stadien magern sie dann meist extrem ab, verlieren an Muskelmasse und leiden an

Osteoporose und Bindegewebsschwäche. In der Folge kann daraus Hufrehe entstehen, was bei 70% der

Pferde mit Hormonstörungen der Fall ist.

Treten mehrere der beschriebenen Symptome auf, sollte ein Bluttest gemacht werden. Dies kann durch

einen/eine Tierärzt/in oder Heilpraktiker/in erfolgen. Mittels einer Blutanalyse wird der ACTH-Wert ermit-

telt. Die Messung gibt einen Anhalt, denn der Wert schwankt im Tages- und Jahresverlauf. Auch hat Stress,

wie beschrieben, eine enorme Auswirkung auf den Wert. Die nachstehende Tabelle zeigt die möglichen

Schwankungsbreiten.

Hinweis: der Wert kann in zwei Maßeinheiten angegeben werden: pg/ml oder pmol/l. Die Umrechnung ist einfach: (pg/ml) x 0,2202 = (pmol/l), oder pmol/l

/ 0,2202 = (pg/ml).

Gehandelt werden sollte schon im Verdachtsfall, denn je früher der natürliche Ablauf unterstützt wird, desto höher sind die Erfolgschancen. Um besser zu

verstehen, was getan werden muss, werfen wir einen Blick in den Körper.

Ursachen – Was passiert im Körper?

Die Ursache für diese Veränderungen ist, wie eingangs erwähnt, ein zu hoher Cortisol-Wert im Blut. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet, ange-

regt durch das Hormon ACTH. Dieses wird über die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) in den

Blutkreislauf gegeben. Gesteuert wird der Vorgang durch den Hypothalamus, der direkt über

der Hirnanhangdrüse liegt.

Um das Hormon ACTH auszuschütten gibt der Hypothalamus das CRH (Corticotropin-Releasing-

Hormon) frei. Dadurch erhöht sich die Cortisol-Produktion in der Nebennierenrinde. Damit sie

nicht unkontrolliert wächst, hat sich die Natur einen Regelkreis ausgedacht. Der Cortisol-

Spiegel wird an den Hypothalamus und an die Hirnanhangdrüse zurückge-meldet (HPA-Achse

oder HHN-Achse, Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse).

Zuviel Cortisol bewirkt bei gesunden Pferden eine Dämpfung der ACTH-Ausschüttung. Dazu

wird der Neurotransmitter Dopamin benötigt. Fehlt er oder kann er nur unzureichend gebildet

werden, wird ungehemmt Cortisol produziert und führt so zu den oben beschriebenen

Auswirkungen.

Nun könnte man ja auf den Gedanken kommen dem Pferd Dopamin zu geben. Aber so einfach

ist das nicht, denn Dopamin kann nicht in das Gehirn gelangen. Das verhindert die Blut-Hirn-

Schranke. Das Gehirn ist ein geschützter Raum. Die Adern, die das Gehirn mit Blut versorgen,

sind besonders ausgebildet und lassen nur wenige Stoffe durch.

Was kann man tun?

Vor allem keine Panik! Es gibt Methoden, mit denen man die Erkrankung positiv beeinflussen kann. Einen wichtigen Hinweis gibt die wissenschaftliche

Beobachtung, dass Cushing bei Pferden, die in freier Wildbahn leben, so gut wie nicht auftritt. Das legt den Schluss nahe, dass es etwas mit der modernen

Haltungsform und dem verfügbaren Futter zu tun hat. Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass der Körper sämtliche Hormone, Enzyme,

Aminosäuren etc., die er zur Regelung seiner Körperfunktionen benötigt, über hunderte von Millionen Jahren gelernt hat, aus der verfügbaren Nahrung

zu resorbieren (aus dem Futter auslösen). Fehlen diese Grundstoffe, die in den verschiedenen Kräutern und Pflanzen enthalten sind, läuft etwas schief. Im

nächsten Abschnitt werden wir uns näher damit befassen, wie diese Dämpfung der ACTH-Ausschüttung genau funktioniert und welche Grundstoffe dazu

nötig sind, um den natürlichen Regelkreis wieder zu aktivieren.

Wiederherstellung des natürlichen Ablaufs

Dopamin wird im Körper gebildet. Der Ursprung ist Tyrosin, eine Aminosäure, die in verschiedenen Pflanzen vorhanden ist und mit dem Futter aufgenom-

men wird. Tyrosin kann die Blut-Hirnschranke überwinden. Im Gehirn wird es zu Dopamin gewandelt und für den Bedarfsfall gespeichert. Dopamin ist im

Körper auch die Vorstufe von Noradrenalin und Adrenalin, insofern ein äußerst wichtiger Baustein.

Wird dem Gehirn ein zu hoher Cortisol-Wert gemeldet, so gibt es Dopamin frei. Dies setzt sich auf die ACTH-Rezeptoren im synaptischen Spalt und blo-

ckiert diese. Damit wird die ACTH-Ausschüttung gedämpft.

Man kann das mit einem Wasserhahn vergleichen, der allerdings im

Normalfall voll geöffnet ist. Kommt die Meldung „zu viel Cortisol“, wird er

zugedreht, bis sich ein Gleichgewicht einstellt. Das

Zudrehen übernimmt das Dopamin.

Mit diesem, von der Natur fein eingerichteten

Mechanismus, kann sich der Organismus auf sich

ändernde Bedingungen einstellen, also auch auf die

jahreszeitlichen Unterschiede.

Die Ursachen für einen Mangel an Dopamin können durchaus ein

Mangel an Tyrosin im Futter oder das fehlende Vermögen diese

Aminosäure aus dem Futter zu resorbieren (aus dem Futter auslösen) sein. Letzteres wird unterstützt durch die Beobachtung, dass Cushing in

überwiegender Häufigkeit bei älteren Pferden (ab 12 – 15 Jahre) auftritt, denn mit zunehmendem Alter geht diese Resorptionsfähigkeit zum Teil verloren.

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass der Magen-Darmtrakt intakt ist, denn das unterstützt die Resorpionsfähigkeit.

Die Firma Terranur hat das Produkt Endogen-Fit® C-Control entwickelt, dass genau auf diesen Mechanismus zielt. Es enthält, neben verschiedenen

Kräutern und Vitaminen, den fehlenden Grundstoff in Reinform. Er gelangt deshalb ohne Resorption über den Darm direkt ins Blut und wird im Gehirn zu

Dopamin umgewandelt. Damit wird der natürliche Regelkreis unterstützt und der Cortisol-Spiegel kann im Gleichgewicht gehalten werden. Für weitere

Informationen und Anwendungsbeispiele besuchen Sie gerne die Webseite von Terranur.

Fragen - Antworten - Fazit Kann geeignetes Futter helfen?

Ja, durchaus. Gerade in der Phase mit noch hohem ACTH-Wert sollte auf zucker- und stärkearmes Futter geachtet werden. Auch bei Gras und Heu vorsich-

tig sein, denn es enthält Fruktan, dass auch den Zuckerhaushalt beeinflusst. Durch den erhöhten Cortisol-Spiegel ist der Blutzuckergehalt, wie schon aus-

geführt, ohnehin deutlich erhöht. Es gibt verschiedene Hersteller am Markt, die spezielle Mischungen, z.B. Seniorenfutter, anbieten. Das Problem der

eingeschränkten Resorptionsfähigkeit wird dadurch jedoch nicht gelöst.

Was genau ist in Endogen-Fit® C-Control enthalten? L-Tyrosin

Es ist der absolut notwendige Grundstoff, damit der Körper Dopamin erzeugen kann. In der reinen Form gelangt er direkt über den Darm in die Blutbahn.

Also ohne Resorption aus den Futterbestandteilen, die u.U. gestört sein kann.

Apfelessig

Er ist nicht nur gut für den Magen, sondern ihm wird nachgesagt, dass er Blutzuckerzitzen abbauen kann. Gerade im Stadium des akuten Cushings ist der

Blutzuckerspiegel viel zu hoch. Apfelessig kann hier unterstützen.

Hagebutte

Sie hat zahlreiche, wissenschaftlich belegte Wirkungen im Bereich von Arthrose und Schmerzlinderung. In diesem Fall wird sie aufgrund ihres außerge-

wöhnlich hohen Vitamin C – Anteils verwendet. Dieser wirkt als Co-Faktor um den Umwandlungsprozess zu Dopamin zu unterstützen.

Kieselgur

Es besteht zum größten Teil aus Siliciumdioxid und hat damit enorm positive Wirkungen auf viele Bereiche des Körpers. Im Falle von Cushing sind insbe-

sondere die positiven Einflüsse auf das Bindegewebe, sowie das Immunsystem von Relevanz.

Xantan

Xanthan ist für Bio-Lebensmittel zugelassen. Es wird als Verdickungsmittel eingesetzt, damit sich die verschiedenen Inhaltsstoffe besser vermischt halten.

So kann auf synthetische Emulgatoren verzichtet werden.

Sind Nebenwirkungen durch C-Control bekannt?

Nebenwirkungen sind nicht bekannt und auch nicht zu erwarten. Dopamin selbst wird im Körper, wenn es nicht in den Vesikeln gespeichert wird, relativ

schnell abgebaut. Deshalb ist auch die Dosierung sehr unproblematisch.

Mein Tierarzt hat mir Prascend® empfohlen.

Prascend® ist wohl das bekannteste Medikament, das im Zusammenhang mit Cushing verordnet wird. Ob es in jedem Fall erforderlich ist, kann bezwei-

felt werden. Nur die allerwenigsten Pferde haben tatsächlich einen Tumor im Kopf. Es enthält als wesentlichen Bestandteil Pergolid. Dieser wirkt als

Dopamin-Agonist, d.h. er tut so als wäre er Dopamin. Auch er blockiert die Rezeptoren im synaptischen Spalt, je nach Höhe der Dosierung eine mehr oder

weniger große Anzahl, als festen Wert. Um bei dem Bild des Wasserhahns zu bleiben, dieser wird auf eine feste Einstellung gedreht. Wichtig bei dieser

Behandlung ist, dass die Dosis stetig justiert werden muss, denn über die Zeit ändert sich der Bedarf. Eine ständige Kontrolle der Blutwerte ist unerläss-

lich. Liegt tatsächlich ein Tumor vor, ist dieses Medikament allerdings unerlässlich. Sprechen Sie mit ihrem/er Tierarzt/ärztin über die beschriebenen al-

ternativen Möglichkeiten.

Gibt es Nebenwirkungen durch das Medikament Prascend®

Es werden zum Teil über erhebliche Nebenwirkungen berichtet. Wichtige Hinweise gibt die Packungsbeilage. Prascend® enthält den Wirkstoff Pergolid.

Dieser wurde bis 2011 beim Menschen zur Behandlung von Parkinson eingesetzt, musste aber aufgrund der sehr hohen Nebenwirkungen vom Markt ge-

nommen werden.

Wie lange muss ich die Ergänzungsmittel oder Medikamente geben?

Bei sämtlichen Verfahren müssen die Mittel lebenslang gegeben werden.

Gibt es weitere unterstützende Maßnahmen?

Ja, absolut. Auf zwei ist besonders hinzuweisen.

Bewegung

Wie schon erwähnt ist Cushing bei Pferden in der freien Natur noch nicht beobachtet worden. Da gibt es sicher einen Zusammenhang mit dem verfügba-

ren Futter, insbesondere den Kräutern, aber um sie zu finden, müssen die Pferde 20 – 30 km täglich laufen. Viel Bewegung unterstützt die Gesundung

erheblich.

Darm

Der Darm ist das entscheidende Organ um die lebenswichtigen Stoffe aus der Nahrung in den Blutkreislauf zu überführen. Ihm sollte deshalb größte

Aufmerksamkeit geschenkt werden. Endogen-Fit® Basis und –Kur unterstützen hier besonders. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von

Terranur.

Wann kann ich mit einer Besserung rechnen?

Egal bei welchem Verfahren, Änderungsprozesse im Körper verlaufen langsam. Man rechnet mit 6 – 8 Wochen bevor man Veränderungen sieht.

Fazit

Auch wenn die Diagnose Cushing zunächst ein Schock ist, Panik ist unangebracht. Es gibt sehr gute Möglichkeiten, nicht nur medikamentöse, sondern vor

allem auch die beschriebenen naturheilkundlichen, dieser Erkrankung zu begegnen. Allerdings sind schnelles und konsequentes Handeln unerlässlich. Je

eher begonnen wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten.

Bildnachweise

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Cushing beim Pferd Ursachen Symthome Was kann ich tun?

Erhält ein/e Pferdebesitzer/in vom Tierarzt

die Diagnose Cushing, dann ist das zunächst

ein Schock. Das Equine Cushing Syndrom

(ECS) oder auch PPID (Pituitary pars inter-

media dysfunction) gilt schließlich als un-

heilbare Krankheit.

Dieser Artikel soll erklären um was es sich

handelt, wie man es erkennt und vor allem,

was getan werden kann, um dieser

Krankheit, möglichst mit natürlichen

Mitteln, zu begegnen.

Inhaltsverzeichnis

1.

Worum geht es?

2.

Symptome - Wie erkenne ich Cushing

(ECS)

3.

Ursachen - Was passiert im Körper?

4.

Was kann man tun?

5.

Wiederherstellung des natürlichen

Ablaufs

6.

Fragen - Antworten - Fazit

Worum geht es?

Die Bezeichnung PPID (Pituitary pars inter-

media dysfunction) deutet auf den betroffe-

nen Bereich, eine Störung in der

Hirnanhangdrüse. Diese wirkt sich so aus,

dass die Nierennebenrinde durch das

Hormon ACTH ständig angeregt wird

,Cortisol zu erzeugen.

Dies ist ein normaler und ganz wichtiger

Vorgang, der z.B. durch Stress bei einem

Fluchtreflex ausgelöst wird. Die erhöhte

Cortisol Ausschüttung führt zu einer

Erhöhung des Blutzuckerspiegels und mobi-

lisiert Energiereserven. Im Normalfall regu-

liert die erhöhte Cortisol Menge die ACTH-

Ausschüttung (ACTH = adrenokortikotrope

Hormon) und es stellt sich ein Gleichgewicht

ein.

Im Falle von Cushing funktioniert diese

Regulierung nicht. Das Pferd befindet sich

im Dauerstress, der die Wirkung des

Immunsystem deutlich reduziert. Cushing

selbst ist nicht lebensbedrohlich, jedoch die

Krankheiten, die durch die Schwächung der

Immunabwehr entstehen, können es sein.

Symptome – Wie erkenne ich Cushing?

Das Equine Cushing Syndrom tritt vor allem

bei Pferden ab einem Lebensalter von 12 bis

15 Jahren auf. Es ist ein schleichender

Prozess und häufig zu Beginn unerkannt.

Deshalb sehr aufmerksam sein, wenn der

Fellwechsel untypisch verläuft. ECS macht

sich bemerkbar durch:

Störungen des Fellwechsels, verspätet,

länger anhaltend,

ganzjährig langes, lo-

ckiges Fell

(Hirsutismus)

Schwitzen ohne

Belastung

Fettdepots über der

Augenhöhle,

Wasseraufnahme mit vermehrtem

Harnabsatz

Sehstörungen, vermehrte Bildung von

Tränenflüssigkeit

Abmagerung und Muskelschwund

Abgeschlagenheit

Gestörte Immunabwehr

Bindegewebsschwäche

Viele der betroffenen Pferde erleben eine

Fettumverteilung, so dass sich Fettpolster

an Mähnenkamm, Kruppe und in der

Lendengegend bilden. In späteren Stadien

magern sie dann meist extrem ab, verlieren

an Muskelmasse und leiden an Osteoporose

und Bindegewebsschwäche. In der Folge

kann daraus Hufrehe entstehen, was bei

70% der Pferde mit Hormonstörungen der

Fall ist.

Treten mehrere der beschriebenen

Symptome auf, sollte ein Bluttest gemacht

werden. Dies kann durch einen/eine

Tierärzt/in oder Heilpraktiker/in erfolgen.

Mittels einer Blutanalyse wird der ACTH-

Wert ermittelt. Die Messung gibt einen

Anhalt, denn der Wert schwankt im Tages-

und Jahresverlauf. Auch hat Stress, wie be-

schrieben, eine enorme Auswirkung auf den

Wert. Die nachstehende Tabelle zeigt die

möglichen Schwankungsbreiten.

Hinweis: der Wert kann in zwei Maßeinheiten angegeben werden: pg/ml oder pmol/l. Die Umrechnung ist einfach: (pg/ml) x 0,2202 = (pmol/l), oder pmol/l / 0,2202 = (pg/ml). Gehandelt werden sollte schon im Verdachtsfall, denn je früher der natürliche Ablauf unterstützt wird, desto höher sind die Erfolgschancen. Um besser zu verstehen, was getan werden muss, werfen wir einen Blick in den Körper. Ursachen – Was passiert im Körper?

Die Ursache für diese Veränderungen ist,

wie eingangs erwähnt, ein zu hoher

Cortisol-Wert im Blut. Cortisol wird in der

Nebennierenrinde gebildet, angeregt durch

das Hormon ACTH. Dieses wird über die

Hirnanhangdrüse (Hypophyse) in den

Blutkreislauf gegeben. Gesteuert wird der

Vorgang durch den Hypothalamus, der di-

rekt über der Hirnanhangdrüse liegt.

Um das Hormon ACTH auszuschütten gibt

der Hypothalamus das CRH (Corticotropin-

Releasing-Hormon) frei. Dadurch erhöht

sich die Cortisol-Produktion in der

Nebennierenrinde. Damit sie nicht unkon-

trolliert wächst, hat sich die Natur einen

Regelkreis ausgedacht. Der Cortisol-Spiegel

wird an den Hypothalamus und an die

Hirnanhangdrüse zurückgemeldet (HPA-

Achse oder HHN-Achse, Hypothalamus-

Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse).

Zuviel Cortisol bewirkt bei gesunden

Pferden eine Dämpfung der ACTH-

Ausschüttung. Dazu wird der

Neurotransmitter Dopamin benötigt. Fehlt

er oder kann er nur unzureichend gebildet

werden, wird ungehemmt Cortisol produ-

ziert und führt so zu den oben beschriebe-

nen Auswirkungen.

Nun könnte man ja auf den Gedanken kom-

men dem Pferd Dopamin zu geben. Aber so

einfach ist das nicht, denn Dopamin kann

nicht in das Gehirn gelangen. Das verhin-

dert die Blut-Hirn-Schranke. Das Gehirn ist

ein geschützter Raum. Die Adern, die das

Gehirn mit Blut versorgen, sind besonders

ausgebildet und lassen nur wenige Stoffe

durch.

Was kann man tun?

Vor allem keine Panik! Es gibt Methoden,

mit denen man die Erkrankung positiv be-

einflussen kann. Einen wichtigen Hinweis

gibt die wissenschaftliche Beobachtung,

dass Cushing bei Pferden, die in freier

Wildbahn leben, so gut wie nicht auftritt.

Das legt den Schluss nahe, dass es etwas

mit der modernen Haltungsform und dem

verfügbaren Futter zu tun hat. Man muss

sich immer wieder vergegenwärtigen, dass

der Körper sämtliche Hormone, Enzyme,

Aminosäuren etc., die er zur Regelung sei-

ner Körperfunktionen benötigt, über hun-

derte von Millionen Jahren gelernt hat, aus

der verfügbaren Nahrung zu resorbieren

(aus dem Futter auslösen). Fehlen diese

Grundstoffe, die in den verschiedenen

Kräutern und Pflanzen enthalten sind, läuft

etwas schief. Im nächsten Abschnitt wer-

den wir uns näher damit befassen, wie

diese Dämpfung der ACTH-Ausschüttung

genau funktioniert und welche Grundstoffe

dazu nötig sind, um den natürlichen

Regelkreis wieder zu aktivieren.

Wiederherstellung des natürlichen Ablaufs

Dopamin wird im Körper gebildet. Der

Ursprung ist Tyrosin, eine Aminosäure, die

in verschiedenen Pflanzen vorhanden ist

und mit dem Futter aufgenommen wird.

Tyrosin kann die Blut-Hirnschranke über-

winden. Im Gehirn wird es zu Dopamin ge-

wandelt und für den Bedarfsfall

gespeichert. Dopamin ist im Körper auch

die Vorstufe von Noradrenalin und

Adrenalin, insofern ein äußerst wichtiger

Baustein.

Wird dem Gehirn ein zu hoher Cortisol-

Wert gemeldet, so gibt es Dopamin frei.

Dies setzt sich auf die ACTH-Rezeptoren im

synaptischen Spalt und blockiert diese.

Damit wird die ACTH-Ausschüttung

gedämpft.

Man kann das mit einem

Wasserhahn vergleichen, der

allerdings im Normalfall voll

geöffnet ist. Kommt die

Meldung „zu viel Cortisol“, wird er

zugedreht, bis sich ein Gleichgewicht ein-

stellt. Das Zudrehen übernimmt das

Dopamin.

Mit diesem, von der Natur fein eingerichte-

ten Mechanismus, kann sich der

Organismus auf sich ändernde

Bedingungen einstellen, also auch auf die

jahreszeitlichen Unterschiede.

Die Ursachen für einen Mangel an Dopamin

können durchaus ein Mangel an Tyrosin im

Futter oder das fehlende Vermögen diese

Aminosäure aus dem Futter zu resorbieren

(aus dem Futter auslösen) sein. Letzteres

wird unterstützt durch die Beobachtung,

dass Cushing in überwiegender Häufigkeit

bei älteren Pferden (ab 12 – 15 Jahre) auf-

tritt, denn mit zunehmendem Alter geht

diese Resorptionsfähigkeit zum Teil verlo-

ren. In diesem Zusammenhang ist es auch

wichtig, dass der Magen-Darmtrakt intakt

ist, denn das unterstützt die

Resorpionsfähigkeit.

Die Firma Terranur hat das Produkt

Endogen-Fit® C-Control entwickelt, dass

genau auf diesen Mechanismus zielt. Es

enthält, neben verschiedenen Kräutern und

Vitaminen, den fehlenden Grundstoff in

Reinform. Er gelangt deshalb ohne

Resorption über den Darm direkt ins Blut

und wird im Gehirn zu Dopamin umgewan-

delt. Damit wird der natürliche Regelkreis

unterstützt und der Cortisol-Spiegel kann

im Gleichgewicht gehalten werden. Für wei-

tere Informationen und

Anwendungsbeispiele besuchen Sie gerne

die Webseite von Terranur.

Fragen - Antworten - Fazit Kann geeignetes Futter helfen?

Ja, durchaus. Gerade in der Phase mit noch

hohem ACTH-Wert sollte auf zucker- und

stärkearmes Futter geachtet werden. Auch

bei Gras und Heu vorsichtig sein, denn es

enthält Fruktan, dass auch den

Zuckerhaushalt beeinflusst. Durch den er-

höhten Cortisol-Spiegel ist der

Blutzuckergehalt, wie schon ausgeführt,

ohnehin deutlich erhöht. Es gibt verschie-

dene Hersteller am Markt, die spezielle

Mischungen, z.B. Seniorenfutter, anbieten.

Das Problem der eingeschränkten

Resorptionsfähigkeit wird dadurch jedoch

nicht gelöst.

Was genau ist in C-Control enthalten? L-Tyrosin Es ist der absolut notwendige Grundstoff, damit der Körper Dopamin erzeugen kann. In der reinen Form gelangt er direkt über den Darm in die Blutbahn. Also ohne Resorption aus den Futterbestandteilen, die u.U. gestört sein kann. Apfelessig Er ist nicht nur gut für den Magen, sondern ihm wird nachgesagt, dass er Blutzuckerzitzen abbauen kann. Gerade im Stadium des akuten Cushings ist der Blutzuckerspiegel viel zu hoch. Apfelessig kann hier unterstützen. Hagebutte Sie hat zahlreiche, wissenschaftlich belegte Wirkungen im Bereich von Arthrose und Schmerzlinderung. In diesem Fall wird sie aufgrund ihres außergewöhnlich hohen Vitamin C – Anteils verwendet. Dieser wirkt als Co-Faktor um den Umwandlungsprozess zu Dopamin zu unterstützen. Kieselgur Es besteht zum größten Teil aus Siliciumdioxid und hat damit enorm positive Wirkungen auf viele Bereiche des Körpers. Im Falle von Cushing sind insbesondere die positiven Einflüsse auf das Bindegewebe, sowie das Immunsystem von Relevanz. Xantan Xanthan ist für Bio-Lebensmittel zugelassen. Es wird als Verdickungsmittel eingesetzt, damit sich die verschiedenen Inhaltsstoffe besser vermischt halten. So kann auf synthetische Emulgatoren verzichtet werden. Sind Nebenwirkungen durch C-Control bekannt? Nebenwirkungen sind nicht bekannt und auch nicht zu erwarten. Dopamin selbst wird im Körper, wenn es nicht in den Vesikeln gespeichert wird, relativ schnell abgebaut. Deshalb ist auch die Dosierung sehr unproblematisch. Mein Tierarzt hat mir Prascend® empfohlen. Prascend® ist wohl das bekannteste Medikament, das im Zusammenhang mit Cushing verordnet wird. Ob es in jedem Fall erforderlich ist, kann bezweifelt werden. Nur die allerwenigsten Pferde haben tatsächlich einen Tumor im Kopf. Es enthält als wesentlichen Bestandteil Pergolid. Dieser wirkt als Dopamin-Agonist, d.h. er tut so als wäre er Dopamin. Auch er blockiert die Rezeptoren im synaptischen Spalt, je nach Höhe der Dosierung eine mehr oder weniger große Anzahl, als festen Wert. Um bei dem Bild des Wasserhahns zu bleiben, dieser wird auf eine feste Einstellung gedreht. Wichtig bei dieser Behandlung ist, dass die Dosis stetig justiert werden muss, denn über die Zeit ändert sich der Bedarf. Eine ständige Kontrolle der Blutwerte ist unerlässlich. Liegt tatsächlich ein Tumor vor, ist dieses Medikament allerdings unerlässlich. Sprechen Sie mit ihrem/er Tierarzt/ärztin über die beschriebenen alternativen Möglichkeiten. Gibt es Nebenwirkungen durch das Medikament Prascend® Es werden zum Teil über erhebliche Nebenwirkungen berichtet. Wichtige Hinweise gibt die Packungsbeilage. Prascend® enthält den Wirkstoff Pergolid. Dieser wurde bis 2011 beim Menschen zur Behandlung von Parkinson eingesetzt, musste aber aufgrund der sehr hohen Nebenwirkungen vom Markt genommen werden. Wie lange muss ich die Ergänzungsmittel oder Medikamente geben? Bei sämtlichen Verfahren müssen die Mittel lebenslang gegeben werden. Gibt es weitere unterstützende Maßnahmen? Ja, absolut. Auf zwei ist besonders hinzuweisen. Bewegung Wie schon erwähnt ist Cushing bei Pferden in der freien Natur noch nicht beobachtet worden. Da gibt es sicher einen Zusammenhang mit dem verfügbaren Futter, insbesondere den Kräutern, aber um sie zu finden, müssen die Pferde 20 – 30 km täglich laufen. Viel Bewegung unterstützt die Gesundung erheblich. Darm Der Darm ist das entscheidende Organ um die lebenswichtigen Stoffe aus der Nahrung in den Blutkreislauf zu überführen. Ihm sollte deshalb größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Endogen-Fit® Basis und –Kur unterstützen hier besonders. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Terranur. Wann kann ich mit einer Besserung rechnen? Egal bei welchem Verfahren, Änderungsprozesse im Körper verlaufen langsam. Man rechnet mit 6 – 8 Wochen bevor man Veränderungen sieht. Fazit Auch wenn die Diagnose Cushing zunächst ein Schock ist, Panik ist unangebracht. Es gibt sehr gute Möglichkeiten, nicht nur medikamentöse, sondern vor allem auch die beschriebenen naturheilkundlichen, dieser Erkrankung zu begegnen. Allerdings sind schnelles und konsequentes Handeln unerlässlich. Je eher begonnen wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten.

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